Place To Be von Nick Drake (1972)

Song Factsheet
Songtitel: Place To Be
Künstler: Nick Drake
Album: Pink Moon
Jahr: 1972
Songwriter: Nick Drake
Produzent: John Wood
Genre: Folk
Subgenre: Singer-Songwriter, melancholischer Folk
Samples oder Coverversionen: Der Song enthält keine Samples. Coverversionen stammen u.a. von Iron & Wine (2010), The Magic Numbers (2004 Live-Auftritt) sowie Brad Mehldau (Jazz-Interpretation, 2015). (https://www.whosampled.com/Nick-Drake/Place-to-Be/covered/)

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Im Podcast
Episode: STH2 ep02
Motto: Teenage Years
Titelnummer: 1
Presenter: Steffen
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
Auszeichnungen & Preise
Film- und TV-Bezüge
- „Place To Be“ wurde im Soundtrack zu Gus Van Sants Film „Restless“ (2011) verwendet. - Featurte in der britischen Serie „Sugar Rush“ (Staffel 1, Folge 10, 2005). - 2017 in der Doku „A Skin Too Few: The Days of Nick Drake“ prominent eingebettet. (https://www.imdb.com/title/tt0436697/, https://www.imdb.com/title/tt1498569/soundtrack, https://www.imdb.com/title/tt0462158/episodes?season=1)
Quellen

Nick Drakes „Place To Be“ ist ein melancholisches Folk-Meisterwerk aus „Pink Moon“ (1972), voller Intimität und Poesie – ein Song wie ein stiller Hoffnungsschimmer.

Hintergrundinfos

Intime Spätphase
Als einer von nur elf Tracks auf „Pink Moon“ entstand „Place To Be“ zu einer Zeit, in der Nick Drake sich zunehmend zurückzog und seine Musik selbst für damalige Verhältnisse extrem intim und reduziert gehalten war: ein Mann, seine Stimme, eine Gitarre – aufgenommen in nur zwei tatkräftigen Desnächten im Oktober 1971.
Poesie der Melancholie
Als einer von nur elf Tracks auf „Pink Moon“ entstand „Place To Be“ zu einer Zeit, in der Nick Drake sich zunehmend zurückzog und seine Musik selbst für damalige Verhältnisse extrem intim und reduziert gehalten war: ein Mann, seine Stimme, eine Gitarre – aufgenommen in nur zwei tatkräftigen Desnächten im Oktober 1971.
Ungewöhnliche Gitarrenstimmung
Nick Drake nutzte für „Place To Be“ eine Open-C-Tuning-Stimmung (CGCFAE), was dem Song einen warmen, fließenden und sehr persönlichen Klang verleiht und das Stück stark von klassischen Folk-Songs abhebt.

Triviawissen

Mysteriöse Studiozeit
„Place To Be“ und das gesamte Album „Pink Moon“ wurden in nur zwei mitternächtlichen Recording-Sessions eingespielt, fast unbeobachtet von den Menschen im Studio.
Autogramme auf der Gitarre
Nick Drake signierte nie Gitarren oder Alben, doch angeblich wurde die Gitarre, mit der „Place To Be“ eingespielt wurde, nach seinem Tod mit winzigen Initialen im Korpus gefunden.
Inspiriert von Klassik
Nick Drake nutzte für „Place To Be“ eine Open-C-Tuning-Stimmung (CGCFAE), was dem Song einen warmen, fließenden und sehr persönlichen Klang verleiht und das Stück stark von klassischen Folk-Songs abhebt.
Einfluss auf heutige Stars
Künstler wie José González und Bon Iver nennen „Place To Be“ als prägenden Einfluss für ihren eigenen minimalistischen, emotionalen Stil.
Keine Auftritte
Drake spielte „Place To Be“ nie live vor Publikum oder Radio—alle bekannten Versionen sind vom Studioalbum.

I felt I could say more in the music than I could ever put in words.

Nick Drake
aus einem Brief an seine Mutter 1972 zum Pink Moon-Album; zeigt, warum Drakes Songs wie „Place To Be“ oft als direkte Spiegel seiner Stimmung verstanden werden.

Rezension

Wer beim Hören von „Place To Be“ kein leicht nervöses Kitzeln im Bauch verspürt, sollte dringend mal das Fenster aufreißen – die Melancholie in ihrem schönsten Vintage-Glanz tropft hier wie Tau von den Saiten. Nick Drake war nie der Lautsprecher unter den Singer-Songwritern, sondern der, der nachts mit seinem Notizbuch am Fenster saß und leise poetische Hymnen auf die Einsamkeit schrieb. Gerüchte um einen möglichen Instagram-Account von Drake wären vermutlich eine eigene, triste Ballade wert, denn was hätte Nick mit mehr als zwei Kanälen gebraucht? Aktuelle Projekte gibt’s leider keine, aber Drakes Nachlass pflegt seine Schwester Gabrielle mit Sorgfalt, und neue überarbeitete Vinyl-Editionen von „Pink Moon“ kursieren regelmäßig unter Sammlern. Ach ja: Wer noch nie einen Sonnenaufgang zu „Place To Be“ erlebt hat, verpasst einen dieser nicht messbaren, aber sehr entscheidenden Glücksmomente im Pop-Universum.

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