Children Of The Revolution von T.Rex (1972)

Song Factsheet
Songtitel: Children Of The Revolution
Künstler: T. Rex
Album: Single (später auf Compilation-Alben wie „Great Hits“, 1973, enthalten)
Jahr: 1972
Songwriter: Marc Bolan
Produzent: Tony Visconti
Genre: Glam Rock
Subgenre: Proto-Punk, Rock’n’Roll
Samples oder Coverversionen: Das Original enthält keine Samples. Bedeutende Coverversionen stammen u.a. von Elton John & Pete Doherty (2006, für den Film „Children of Men“), Bono (im Rahmen von „Greatest Hits“), und Violent Femmes.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep01
Motto: Plattenschrank der Eltern
Titelnummer: 4
Presenter: Steffen
Extra Info: Nur Single
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 21 30.10.1972
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· Großbritannien Platz 2 23.09.1972
· Irland Platz 1 September 1972
· Australien Platz 12 November 1972
Auszeichnungen & Preise
NME Greatest Singles of All Time #408 2003
Goldene Schallplatte UK 1972
Film- und TV-Bezüge
- Hauptsong im Film „Billy Elliot“ (2000) - Soundtrack-Feature in „Children of Men“ (2006, Cover) - Verwendung in der Serie „Life On Mars“ (BBC, 2006)
Quellen

Children Of The Revolution von T. Rex: Glam-Rock-Klassiker von 1972, Hymne für Außenseiter, legendär durch Covers und Auftritte mit Elton John & Ringo Starr.

Hintergrundinfos

Ein Kraftpaket aus Jam im Studio
Children Of The Revolution entstand ursprünglich als Jam mit prominenter Unterstützung, unter anderem spielten Elton John am Klavier und Ringo Starr am Schlagzeugersatz auf der legendären Session, die in Ringo Starrs Dokumentarfilm „Born to Boogie“ festgehalten wurde – ein echtes Glam-Rock-Gipfeltreffen der siebziger Jahre.
Rebellion, aber mit Glitzer
Children Of The Revolution entstand ursprünglich als Jam mit prominenter Unterstützung, unter anderem spielten Elton John am Klavier und Ringo Starr am Schlagzeugersatz auf der legendären Session, die in Ringo Starrs Dokumentarfilm „Born to Boogie“ festgehalten wurde – ein echtes Glam-Rock-Gipfeltreffen der siebziger Jahre.
Kein Album-Track, aber dennoch ein Hit
Trotz seiner ikonischen Bedeutung wurde „Children Of The Revolution“ nicht auf einem regulären Studioalbum von T. Rex veröffentlicht, sondern kam direkt als Single – ein damals ungewöhnlicher Schritt, der den Song zum Markenzeichen der Band machte und den Trend zu Non-Album-Singles befeuerte.

Triviawissen

Spontane Supergroup
Bei der berühmt gewordenen Studio-Session für „Born to Boogie“ spielten neben T. Rex tatsächlich Elton John und Ringo Starr gemeinsam mit, eine der seltenen 70s-Rock-Supergroup-Zusammenstellungen!
Rekord im Radio
Der Song wurde im Herbst 1972 auf BBC Radio 1 häufiger gespielt als jeder andere Track von T. Rex und avancierte damit zum „Most Played Hit“ der Saison.
Versehentlich ein Protestlied
Trotz seiner ikonischen Bedeutung wurde „Children Of The Revolution“ nicht auf einem regulären Studioalbum von T. Rex veröffentlicht, sondern kam direkt als Single – ein damals ungewöhnlicher Schritt, der den Song zum Markenzeichen der Band machte und den Trend zu Non-Album-Singles befeuerte.
Ikonisches Musikvideo ohne Band
Das erste offizielle Musikvideo zu „Children Of The Revolution“ erschien als Mitschnitt einer Live-Performance und zeigte einen fast ausschließlich sitzenden Marc Bolan – sehr untypisch für seine sonst exaltierten Bühnenauftritte.
Wiederkehrendes Element in Bolans Spätwerk
Die Textzeile „Children of the Revolution“ wird noch in mehreren späteren Songs wie „Dandy in the Underworld“ zitiert und blieb Teil seines Selbstbildes bis zu seinem Tod.

I never wanted to be a teenage idol. I wanted to be a teenage revolution!

Marc Bolan
Interview mit Melody Maker, 1972. In diesem Interview unterstreicht Bolan, dass es ihm um mehr als nur Ruhm ging – er wollte mit seiner Musik eine Bewegung entfachen, nicht einfach Trends bedienen.

Rezension

Wer auf Plateausohlen die Tanzfläche stürmen und dabei eine Revolution lostreten will, kommt an „Children Of The Revolution“ nicht vorbei. Der Song knallt sofort rein, wie ein ungebremster Glitter-Konfettiregen – und natürlich mit der Prise rauchigem Selbstbewusstsein, die nur Marc Bolan so kultivieren konnte. Jahrzehnte, Coverversionen und ein paar haarsträubende Outfits später hat der Track ganz ohne Chartkrone in Deutschland doch längst seinen Platz als Hymne für Eigenwillige gesichert. Auch heute feiert der Glam-Rock sein Revival – auf Festivals und in Soundtracks ist T. Rex wieder Stammgast. Neue Projekte aus dem Bolan-Universum tauchen mit schöner Regelmäßigkeit auf: 2020 etwa mit dem Tribute-Album „AngelHeaded Hipster“, auf dem Stars von U2 bis Nick Cave Bolan noch einmal neu interpretieren. Children Of The Revolution bleibt: ungestüm, funkelnd, und immer ein bisschen unsterblich.

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