Mit einem Fuß in Valhalla, dem anderen in der Marshall-Stack-Gitarrenwand – so prescht „Immigrant Song“ seit 1970 durch die Köpfe echter Rockfans. Ob als roher Nordic-Mythenrausch auf der Bühne, als cineastischer Superhelden-Soundtrack oder als ungestümer Chartstürmer: Led Zeppelins Hymne über Eroberung, Eiswüsten und donnernde Götter ist längst ein Sound-Mythos für sich.Die musikalische Urgewalt von Led Zeppelin wirkt heute so frisch wie ein Windstoß über Islands Gletschern, denn Generationen von Rockacts erkennen im stakkatierten Riff und der markerschütternden Stimme Robert Plants den Urknall für das Genre Heavy Metal. Während Jimmy Page längst als Sound-Alchimist durch die Lande geht und Robert Plant als Solokünstler spannende Blues- und Americana-Platten macht, bleibt „Immigrant Song“ das laute Wikingerhorn, das immer wieder in der Popkultur aufbrandet – zuletzt, als es Thor sogar durch den Kosmos katapultierte.