Fade To Grey von Visage (1980)

Song Factsheet
Songtitel: Fade To Grey
Künstler: Visage
Album: Visage
Jahr: 1980
Songwriter: Billy Currie, Chris Payne, Midge Ure
Produzent: Midge Ure, Visage
Genre: Synthpop
Subgenre: New Wave / Electro
Samples oder Coverversionen: Keine Samples im Originalsong; bekannte Coverversionen stammen u.a. von Mark 'Oh (1996) und Duran Duran (live). Die Mark 'Oh-Version enthält eigene Dance-Samples und wurde kein Hit in den deutschen Charts.

Song oder Motto Playlist hören

Jetzt Podcast Episode hören

Im Podcast
Episode: STH2 ep05
Motto: Top10 Songs zum Cruisen
Titelnummer: 2
Presenter: Chris
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 8 23.02.1981
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· Österreich Platz 1 16.03.1981
· Schweiz Platz 1 03/1981
· UK Platz 8 01/1981
Auszeichnungen & Preise
Film- und TV-Bezüge
- Soundtrack in der Serie „Deutschland 83“ (2015, RTL & Amazon Prime) - Verwendung im Film “Priscilla - Königin der Wüste” (1994) - Oft in Dokus und Specials über die 80er, z. B. „Top of the Pops: The Story of 1981“ (BBC)
Quellen

Visage’s „Fade To Grey“ ist eine Hymne des Synthpop und New Wave der 80er, geprägt von französischem Flair, elektronischen Beats und Kultstatus seit 1980.

Hintergrundinfos

Die Geburtsstunde des musikalischen Kollektivs
„Fade To Grey“ entstand, als Steve Strange und Midge Ure das Elektronikprojekt Visage als Plattform sahen, um Mitglieder verschiedener Bands (u.a. Ultravox, Magazine) zusammenzubringen – der Song markierte ihren ersten großen Erfolg als musikalische Supergroup der New-Wave-Ära.
Französisch trifft auf britischen Cool
„Fade To Grey“ entstand, als Steve Strange und Midge Ure das Elektronikprojekt Visage als Plattform sahen, um Mitglieder verschiedener Bands (u.a. Ultravox, Magazine) zusammenzubringen – der Song markierte ihren ersten großen Erfolg als musikalische Supergroup der New-Wave-Ära.
Klangbild als Zeitgeist
Die Produktion setzte stark auf den damals noch jungen Roland CR-78-Drumcomputer sowie auf Synthesizer wie den ARP Odyssey – und prägte damit den futuristischen Sound, der in den frühen Achtzigern durch die Londoner Clubszene (allen voran das Blitz Club) schallte.

Triviawissen

Ursprünglicher Arbeitstitel „Toot City“
Bevor der Song zu „Fade To Grey“ wurde, trug das Demo dieses abstrakte Synonym, das durch die verwendeten Synthesizerhupen inspiriert war.
Visuelles Markenzeichen
Im Musikvideo und auf Cover-Artworks trägt Steve Strange dramatisches Make-up, das maßgeblich zur Ästhetik der New-Romantic-Szene beitrug.
Hot Club-Connection
Die Produktion setzte stark auf den damals noch jungen Roland CR-78-Drumcomputer sowie auf Synthesizer wie den ARP Odyssey – und prägte damit den futuristischen Sound, der in den frühen Achtzigern durch die Londoner Clubszene (allen voran das Blitz Club) schallte.
Kein Chartstürmer in den USA
Trotz Welterfolgs blieb „Fade To Grey“ in den US-Charts überraschend erfolglos und lief fast nur in speziellen Alternative-Clubs.
Einfluss auf Mode
Das ikonische Styling des Musikvideos beeinflusste nicht nur die Musik-, sondern auch Modedesigner wie Jean-Paul Gaultier und Alexander McQueen.

Fade to Grey was always about capturing the feeling of modern, urban isolation — the sense of being alone in a crowd.

Steve Strange
Interview mit The Quietus, 2012 (anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Visage)

Rezension

Mit „Fade To Grey“ katapultierte sich Visage Ende 1980 auf die Tanzflächen Europas — und schlug damit mit Samtschuhen und Smokey Eyes ein neues Zeitalter des Pop an. Mit hypnotisch-mystischem Sprechgesang, sphärischen Flächen und einer Prise französischer Coolness schufen Steve Strange und seine Allstar-Truppe den Soundtrack für die Dämmerung zwischen Glamour und Großstadtgrau. Hier wurde nicht nur eine Hymne geboren, sondern auch eine unübersehbare Duftmarke für alles, was sich Post-Disco und Pre-Gothic nannte. Fast forward zu heute: Während die Synthpop-Fahne von Visage in den 2000ern noch mal kurz aufwehte (mit dem Album „Hearts and Knives“, 2013), bleibt „Fade To Grey“ Kulturgut zwischen Rauchmaschine und Neonlicht. Und auch wenn Steve Strange seit 2015 nicht mehr unter uns weilt, lebt sein Vermächtnis in jeder Clubnacht aufs Neue — sogar, wenn’s im Taxi nach Hause aus dem Radio perlt.

Shopping-Ecke

Fade To Grey