Boys Don’t Cry von The Cure (1979)

Song Factsheet
Songtitel: Boys Don't Cry
Künstler: The Cure
Album: Boys Don't Cry
Jahr: 1979
Songwriter: Robert Smith, Michael Dempsey, Lol Tolhurst
Produzent: Chris Parry
Genre: Post-Punk
Subgenre: New Wave
Samples oder Coverversionen: Kein Song enthält Samples. Das Lied wurde häufig gecovert, bekannt u. a. durch Grant-Lee Phillips (2006), Oleander (1999) und The Used (2020).

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Im Podcast
Episode: STH2 ep02
Motto: Teenage Years
Titelnummer: 4
Presenter: Chris
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 45 1986-08-04
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 22 1986-08-23
· Australien Platz 35 1986-09
· Irland Platz 26 1986-09
Auszeichnungen & Preise
Rolling Stone UK – The 100 Greatest Songs of All Time 2003
Film- und TV-Bezüge
Film: Boys Don't Cry (1999, Regie Kimberly Peirce), der Song ist Namensgeber und erklingt im Abspann. Serie: Über die Jahre in zahlreichen TV-Serien verwendet, u.a. "The O.C." (2004). Werbung: Diverse Spots, etwa von Levi's Jeans (1986).
Quellen

"Boys Don’t Cry" von The Cure: Post-Punk-Hymne über verletzte Männlichkeit, Pop-Klassiker der 80er und Soundtrack für Generationen. Bleibt bis heute zeitlos relevant.

Hintergrundinfos

Die Geburt einer Hymne
Das Lied „Boys Don’t Cry“ entstand laut Sänger und Gitarrist Robert Smith in einer Phase der Band, als sie sich nach einem Pop-orientierteren Sound sehnte und bewusst Abstand zum klassischen Punk suchte.
Verletzlichkeit im Pop-Gewand
Das Lied „Boys Don’t Cry“ entstand laut Sänger und Gitarrist Robert Smith in einer Phase der Band, als sie sich nach einem Pop-orientierteren Sound sehnte und bewusst Abstand zum klassischen Punk suchte.
Der Song, der The Cure definierte
Obwohl „Boys Don’t Cry“ zunächst kein Chartbreaker war, entwickelte er sich über die Jahre zum Signature Track von The Cure, wurde als Hymne der Alternativkultur und stilbildend für das Image der Band mit Smiths unverwechselbarer, introvertierter Lyrik.

Triviawissen

Erst spätere Chart-Erfolge
Der Song war bei seiner Erstveröffentlichung 1979 kein Hit, erst das Re-Release 1986 samt neu eingesungenen Vocals verhalf „Boys Don’t Cry“ zu globaler Aufmerksamkeit.
Musikvideo-Rätsel
Im Musikvideo aus dem Jahr 1986 wurden drei Kinder an den Instrumenten gezeigt, während die Band als Schatten im Hintergrund zu sehen ist, was auf den „verlorenen“ Kindheits-Empfindungen anspielt.
Robert Smiths Regaleinlage
Obwohl „Boys Don’t Cry“ zunächst kein Chartbreaker war, entwickelte er sich über die Jahre zum Signature Track von The Cure, wurde als Hymne der Alternativkultur und stilbildend für das Image der Band mit Smiths unverwechselbarer, introvertierter Lyrik.
Internationaler Symboltrack
„Boys Don’t Cry“ wurde zur inoffiziellen Hymne der LGBTQ+-Community und tauchte in etlichen Safe-Space-Playlists und in Pride-Events weltweit auf.
Namensgeber für preisgekröntes Drama
Der preisgekrönte Film „Boys Don’t Cry“ (1999) mit Hilary Swank ist nicht nur nach dem Lied benannt, sondern benutzt den Song, um die Thematik von Genderrollen und verletzlicher Maskulinität zu unterstreichen.

‘Boys Don’t Cry’ was our pop single, we wanted it on the radio, and I suppose we wanted people to dance.

Robert Smith
Im Gespräch erklärte Smith rückblickend, dass der Song bewusst als eingängige Single konzipiert war, um The Cure auch im Radio zu etablieren. (Interview Musikexpress, 2000)

Rezension

Ein Song, der Weltschmerz in Pop verwandelt: „Boys Don’t Cry“ schleicht sich mit federndem Beat ins Ohr und bleibt dort für Jahrzehnte – ein popkultureller Geniestreich aus der Feder von drei jungen Briten, denen damals noch nicht klar war, dass sie das emotionale Grundgesetz einer ganzen Subkultur definieren würden. Während Robert Smith eigentlich lieber hinter seiner wilden Mähne und markanten Schminke verschwindet, ließ er mit dieser Nummer die Welt erstmals hinter die Mauer britischer Coolness blicken.Dabei ist „Boys Don’t Cry“ mehr als ein Song – es ist ein Statement auf drei Minuten geschrumpft, mit einer Gitarrenlinie zum Verlieben und einer Message, die heute noch genauso wie 1979 ins Herz trifft: Jungs weinen eben manchmal doch. Fun Fact am Rande: Auch im neuen Jahrtausend sind The Cure nicht wegzudenken, touren regelmäßig durch die Weltgeschichte und zeigen, dass Alternative-Pop und die große Emo-Frisur niemals alt werden. Kein Wunder, dass fast jede*r mindestens eine Zeile kann – oder heimlich vor sich hin summt.

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