Wenn ein Song es fertig bringt, nur mit Gitarre, Bass und etwas Schweiß den Generationen Pulsrasen zu verpassen, dann heißt er vermutlich Rumble. Link Wray, der Mann, der blitzschnell zum Gitarrenpionier wurde, schredderte 1958 mit seinem Power-Chord und ersten Fuzz-Experimenten alles, was bis dato brav geklungen hatte. Die Urgewalt des Songs versetzt bis heute Musiknerds in Verzückung – oder in leichte Rebellion, wenn’s nach ein paar Eltern- und Radiosendern damals ging. Und das alles, ohne ein einziges Wort zu verlieren!Auch Jahrzehnte nach Rumble blieb Link Wray bis zu seinem Tod 2005 rastlos: Er tourte, brachte Solo-Platten raus und feuerte immer wieder neue Garage-Bands an. Sein Sound lebt heute, spätestens seit Hits in Tarantino-Filmen und hippen Musikdokus, überall weiter – irgendwo flimmert immer ein verzerrter Power-Chord am Horizont! Und mit einem schelmischen Augenzwinkern lässt sich sagen: Wer Stromgitarren liebt, muss Rumble einfach kennen, ob er will oder nicht.