Rumble von Link Ray (1958)

Song Factsheet
Songtitel: Rumble
Künstler: Link Wray & His Ray Men
Album: Link Wray & The Wraymen (1959)
Jahr: 1958
Songwriter: Link Wray
Produzent: Archie Bleyer
Genre: Rock
Subgenre: Instrumental Rock / Early Garage Rock / Proto-Punk
Samples oder Coverversionen: Rumble wurde vielfach gecovert, u.a. von Jeff Beck, The Ventures und Dave Davies. Es gibt keine bekannten Samples des Originals, aber zahlreiche Coverversionen, z.B. von The 5.6.7.8’s (2002), und Nick Cave spielte es live.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep03
Motto: Soundtrack Songs
Titelnummer: 4
Presenter: Steffen
Extra Info: Film: Pulp Fiction
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· USA Platz 16 1958-06
· Kanada Platz 10 1958
· UK
Auszeichnungen & Preise
Grammy Hall of Fame-Award 2018
National Recording Registry (Library of Congress) 2018
Film- und TV-Bezüge
- Pulp Fiction (1994, Quentin Tarantino – Soundtrack) - Independence Day (1996, Auftritt in Soundtrack-Szene) - Verwendung im Oscar-nominierten Dokumentarfilm Rumble: The Indians Who Rocked the World (2017)
Quellen

Link Wrays ikonisches „Rumble“ (1958): Pionier des verzerrten Gitarrensounds, verboten im US-Radio, gefeiert im Film – ein Meilenstein des Rock!

Hintergrundinfos

Die "Verbotene Single"
Rumble war einer der wenigen instrumentalen Songs, denen das Radio in Teilen der USA (wie Boston und New York) die Wiedergabe verweigerte, da der Titel (umgangssprachlich „Schlägerei“) und das aggressive Gitarrenspiel als anstachelnd zu Gewalt betrachtet wurden.
Pionier der Verzerrung
Rumble war einer der wenigen instrumentalen Songs, denen das Radio in Teilen der USA (wie Boston und New York) die Wiedergabe verweigerte, da der Titel (umgangssprachlich „Schlägerei“) und das aggressive Gitarrenspiel als anstachelnd zu Gewalt betrachtet wurden.
Native-American-Einfluss
Link Wray war teils Shawnee-Indianer, was seinen Stil und seine Außenseiterrolle in der Musikszene maßgeblich prägte. Sein Durchbruchsexperiment mit Rumble inspirierte Generationen späterer Musiker, insbesondere in den Genres Punk und Garage Rock.

Triviawissen

Ursprünglicher Titel
Rumble hieß zunächst Oddball; der heutige Name stammt von einem DJ, der den Song live so betitelte, weil das Lied für ihn nach einer Straßenschlägerei klang.
Tarantinos Favorit
Quentin Tarantino gehört zu den prominenten Fans von Rumble und setzte es deshalb in Pulp Fiction auf den Soundtrack, obwohl es dort nur ganz kurz erklingt.
Pedal ohne Pedal
Link Wray war teils Shawnee-Indianer, was seinen Stil und seine Außenseiterrolle in der Musikszene maßgeblich prägte. Sein Durchbruchsexperiment mit Rumble inspirierte Generationen späterer Musiker, insbesondere in den Genres Punk und Garage Rock.
Teenage Delinquency
Der instrumentale Track wurde mit Jugendbanden in Verbindung gebracht, was seine Popularität bei rebellischen Jugendlichen der späten 1950er Jahre steigerte.
Punk-Pate
Pete Townshend von The Who bezeichnete Link Wray als denjenigen, der „eine Tür auftrat, damit ich eintreten konnte“ – eine konkrete Hommage an den prägenden Einfluss von Rumble.

I was looking for something, like thunder, that would sound just like a storm coming.

Link Wray
Im Interview mit dem Guardian 1978, als er die Entstehung von Rumble und seine Suche nach einem „rohen Sound“ beschrieb.

Rezension

Wenn ein Song es fertig bringt, nur mit Gitarre, Bass und etwas Schweiß den Generationen Pulsrasen zu verpassen, dann heißt er vermutlich Rumble. Link Wray, der Mann, der blitzschnell zum Gitarrenpionier wurde, schredderte 1958 mit seinem Power-Chord und ersten Fuzz-Experimenten alles, was bis dato brav geklungen hatte. Die Urgewalt des Songs versetzt bis heute Musiknerds in Verzückung – oder in leichte Rebellion, wenn’s nach ein paar Eltern- und Radiosendern damals ging. Und das alles, ohne ein einziges Wort zu verlieren!Auch Jahrzehnte nach Rumble blieb Link Wray bis zu seinem Tod 2005 rastlos: Er tourte, brachte Solo-Platten raus und feuerte immer wieder neue Garage-Bands an. Sein Sound lebt heute, spätestens seit Hits in Tarantino-Filmen und hippen Musikdokus, überall weiter – irgendwo flimmert immer ein verzerrter Power-Chord am Horizont! Und mit einem schelmischen Augenzwinkern lässt sich sagen: Wer Stromgitarren liebt, muss Rumble einfach kennen, ob er will oder nicht.

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