Massive Attack, die federführend aus der Bristol-Szene der frühen 90er stammen, verarbeiten in „Karmacoma“ verschiedenste musikalische Einflüsse und spiegeln damit die Vielfalt und kosmopolitische Identität ihrer Heimatstadt wider — inklusive Reggae-, Hip-Hop- und Dub-Elemente, gemischt mit sphärischen Sounds.
Massive Attack, die federführend aus der Bristol-Szene der frühen 90er stammen, verarbeiten in „Karmacoma“ verschiedenste musikalische Einflüsse und spiegeln damit die Vielfalt und kosmopolitische Identität ihrer Heimatstadt wider — inklusive Reggae-, Hip-Hop- und Dub-Elemente, gemischt mit sphärischen Sounds.
Bei den Aufnahmen setzten Massive Attack auf ungewöhnliche Produktionsmethoden – darunter das aufwändige Layern von Samples und eine bewusste Reduktion von Drums, um die psychedelische Grundatmosphäre des Tracks herauszuarbeiten; „Karmacoma“ gilt außerdem als einer der ersten Songs, in denen die Band mit indischen Percussion-Instrumenten experimentierte.
Der Song trug während der Produktion im Studio ursprünglich den Arbeitstitel „Karma Coma“, bis sich die Lesart als ein einziges Wort durchsetzte, um den hypnotischen Effekt noch stärker hervorzuheben.
Das Musikvideo von Jonathan Glazer spielt in einem surrealen Hotel mit Türen ins Nichts – ein subtiler Verweis auf Stanley Kubricks „The Shining“, der seither bei Fans und Kritikern für reichlich Kopfzerbrechen sorgt.
Bei den Aufnahmen setzten Massive Attack auf ungewöhnliche Produktionsmethoden – darunter das aufwändige Layern von Samples und eine bewusste Reduktion von Drums, um die psychedelische Grundatmosphäre des Tracks herauszuarbeiten; „Karmacoma“ gilt außerdem als einer der ersten Songs, in denen die Band mit indischen Percussion-Instrumenten experimentierte.
Massive Attack und der legendäre Street-Art-Künstler Banksy stammen beide aus Bristol und es gibt Gerüchte, dass Robert Del Naja selbst Banksy ist – ein Running Gag unter Fans, den bisher niemand offiziell bestätigt hat.
Tricky, der an der Originalversion als Songwriter und Rapper beteiligt war, veröffentlichte mit „Overcome“ ein Jahr später die weibliche Antwort auf „Karmacoma“ und startete damit regulär seine Solokarriere.
Wer hätte gedacht, dass ein Song, der mit so einem düsteren Beat um die Ecke schleicht, sich als blühender Garten voller musikalischer Überraschungen entpuppt? „Karmacoma“ ist mehr als nur ein Ohrwurm aus den 90ern: Mit hypnotischem Flow, genreübergreifenden Samples und legendär cryptischen Lyrics wurde nicht nur Trip-Hop neu definiert – sondern auch gezeigt, wie psychedelisches Kopfkino in vier Minuten und 20 Sekunden hörbar gemacht wird.
Während Tricky sich wenig später aufmachte, eigenen Nebel zu verbreiten und Massive Attack mit „Mezzanine“ den nächsten Post-Hip-Hop-Meilenstein zündeten, stand „Karmacoma“ als Kunstwerk zwischen Welten. Heute sind Massive Attack Dauergäste auf internationalen Festivals, setzen sich für Klimaschutz ein und demonstrieren, dass politische Botschaften genauso deep knallen können wie ein 90s-Bass-Sample aus Bristol. Für Fans der melancholischen Mathestunde mit Breakbeats ist dieser Song längst Pflicht – und für alle anderen der beste Grund, nochmal ein bisschen tiefer in die Plattenkiste zu greifen.