Hurt von Johnny Cash (2002)

Song Factsheet
Songtitel: Hurt
Künstler: Johnny Cash
Album: American IV: The Man Comes Around
Jahr: 2002
Songwriter: Trent Reznor (Nine Inch Nails)
Produzent: Rick Rubin
Genre: Country
Subgenre: Alternative Country / Americana
Samples oder Coverversionen: Original: „Hurt“ von Nine Inch Nails (1994) – Johnny Cashs Version ist eine Coverversion, verwendet jedoch keine Samples des Originals.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep04
Motto: Coversongs, besser als das Original
Titelnummer: 8
Presenter: Chris
Extra Info: Original: Nine Inch Nails
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 36 31. März 2003
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· USA Platz 56 Februar 2003
· UK Platz 39 März 2003
· Finnland Platz 5 April 2003
Auszeichnungen & Preise
MTV Video Music Award – Best Cinematography 2003
Country Music Association Award for Single of the Year (posthum) 2003
Film- und TV-Bezüge
Der Song wurde unter anderem im Soundtrack von „Logan – The Wolverine“ (2017) verwendet (Trailer), außerdem in Episoden und Trailern von „Criminal Minds“ und „Person of Interest“.
Quellen

Johnny Cashs „Hurt“ ist eine musikalische Lebensbeichte, die tief berührt – ein Cover, das Reznor selbst als „nicht mehr mein Lied“ bezeichnete. Ein Song für die Ewigkeit.

Hintergrundinfos

Reznors Zustimmung
Johnny Cashs Cover entstand mit ausdrücklicher Genehmigung und tiefem Respekt von Trent Reznor, dem ursprünglichen Songwriter und Frontmann von Nine Inch Nails, der Cashs Version als „nicht mehr mein Lied“ bezeichnete, nachdem er das Ergebnis hörte.
Lebensabschied im Studio
Johnny Cashs Cover entstand mit ausdrücklicher Genehmigung und tiefem Respekt von Trent Reznor, dem ursprünglichen Songwriter und Frontmann von Nine Inch Nails, der Cashs Version als „nicht mehr mein Lied“ bezeichnete, nachdem er das Ergebnis hörte.
Rick Rubins Inszenierung
Star-Produzent Rick Rubin, bekannt für seine Arbeit mit Hip-Hop- und Rock-Ikonen, überzeugte Cash, sich außerhalb des klassischen Country zu versuchen, und holte ihn mit diesem und anderen American-Recording-Projekten zurück ins Rampenlicht.

Triviawissen

Drehtag im Johnny Cash Museum
Das Musikvideo zu „Hurt“ wurde im inzwischen geschlossenen „House of Cash“-Museum in Hendersonville, Tennessee, gedreht, wodurch originales Inventar und Erinnerungsstücke von Cash sichtbar werden.
Westworld-Gastauftritt
Die Coverversion wurde in einer Schlüsselszene der erfolgreichen HBO-Serie „Westworld“ verwendet, was dem Song 2017 ein popkulturelles Comeback verschaffte.
Ein letztes Liebeszeichen
Star-Produzent Rick Rubin, bekannt für seine Arbeit mit Hip-Hop- und Rock-Ikonen, überzeugte Cash, sich außerhalb des klassischen Country zu versuchen, und holte ihn mit diesem und anderen American-Recording-Projekten zurück ins Rampenlicht.
Musikvideo: Schnellschuss
Regisseur Mark Romanek hatte nur einen Tag Zeit, um das ikonische Video zu drehen, da sich Cashs Gesundheitszustand rapide verschlechterte.
Museums-Kollaps
Kurz nach den Dreharbeiten zum Musikvideo wurde das „House of Cash“-Museum aufgegeben und dem Verfall preisgegeben; im Video ist die verfallene Pracht ein zentrales Motiv.

That song isn’t mine anymore.

Trent Reznor
2003, im Interview mit Alternative Press, nachdem er Johnny Cashs Version von „Hurt“ gesehen hatte. Reznor zeigte sich tief bewegt von der emotionalen Kraft, die Cash in das Cover legte, und gestand, dass der Song fortan untrennbar mit Cashs Vermächtnis verbunden sei.

Rezension

Manchmal reicht ein Song, um den Mythos eines Künstlers neu zu schreiben – genau das passierte mit Johnny Cashs Cover von „Hurt“. Der „Man in Black“ griff ein Nine-Inch-Nails-Stück, verwandelte es in eine musikalische Lebensbeichte, die unter die Haut geht und vielen heute sofort Gänsehaut beschert. Die tiefe, brüchige Stimme und seine unvergleichliche Präsenz verleihen dem Song einen existenziellen Schmerz, zu dem vermutlich niemand einen Zugang gefunden hätte, der nicht ein Leben voller Licht und Schatten geführt hat. Johnny Cash wusste, dass sein Ende nahe war, als er „Hurt“ aufnahm; genau das macht diese Interpretation so bewegend und universell. Kaum verwunderlich, dass selbst der ursprüngliche Songwriter Reznor kapitulierte und den Song „hergab“. Fun Fact am Rande: Während Cashs Erben das Museum verfallen ließen, entstand dort ein Musikvideo, das als eines der größten in der Geschichte gilt. Cashs musikalisches Erbe lebt weiter – spätestens, wenn Hollywood wieder einmal zur melancholischen Untermalung greift.

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